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Sportlich unterwegs im Team - Tandem fägt!

16.06.2014 |

Granfondo Zurzibiet 2014

2. Granfondo HOLCIM Zurzibiet

Wenn man ein Versprechen abgibt, sollte man alles dafür tun, dieses auch einlösen zu können. – Nach unserer letztjährigen Teilnahme am 1. Granfondo Hochrhein haben wir dem OK versprochen: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Und so war das Wochenende vom 14./15. Juni schon seit Monaten in unserer Agenda für Gippingen reserviert.

Mit 2. Granfondo Holcim Zurzibiet lautete der Name diesmal etwas anders, doch war ein ähnliches Programm wie letztes Jahr zu erwarten. Da die Tandemfahrer diesmal am Sonntag an der Reihe waren, ermöglichte dies einigen unserer Teams, den Weg an den Veranstaltungsort ebenfalls auf zwei Rädern zurückzulegen. So starteten sechs aufgestellte Tandemfahrer bereits am Samstag beim BBB in Bern mit Etappenziel Brugg. Richtung Kirchberg und durchs Oberaargau fuhren wir durchs Oenztal nach Olten und ab da der Aare entlang, vorbei an vielen Flusskraftwerken, entlang schöner Wiesen und durch Wälder. Nur der Wind wollte uns nicht so richtig helfen. Er versuchte, uns zurückzudrängen. Doch der kennt uns nicht. Oder anders ausgedrückt: Wir hatten den ganzen Tag nur einmal Gegenwind, dafür auf der ganzen Strecke. Trotzdem erreichten wir Brugg nach zurückgelegten 114 Kilometern bereits am frühen Abend. Diese Zeit nutzten wir dann gern für einen kühlen Apéro und später ein gemütliches Abendessen.

Auch am Sonntag erwartete uns Sonnenschein – aber die Bise hatte nicht nachgelassen. So hofften wir, dass der Wind sich im Lauf des Tages nicht drehen würde. Tandems aus dem Keller des Hotels holen, Saccochen montieren, Helme aufsetzen und ab zum Bahnhof, wo wir die weiteren fünf Teams trafen, welche mit uns nach Gippingen fahren wollten. In Gippingen dann ein frohes Hallo hier und dort, denn viele der Tandemteams waren letztes Jahr schon dabei gewesen und freuten sich über das Wiedersehen.

Auf unsere Anregung hin boten die Organisatoren diesmal zwei unterschiedlich anspruchsvolle Routen an. So teilten sich die ca. 25 Tandemteams je nach Stärke auf. Dass der Kanton Aargau gar nicht wirklich flach ist, spürten wir beim Erklimmen der drei recht steilen Hügel auf der 45 Kilometer langen Route. Kurz vor Gippingen trafen die beiden Gruppen – natürlich auch in diesem Jahr in einem von den Organisatoren zur Verfügung gestellten Tricot – wieder aufeinander und wurden mit kühlen Getränken und Speckzüpfe für die Anstrengung belohnt. Laut Planung hätte eine gemeinsame Ehrenrunde aller Tandemteams durch Gippingen stattfinden sollen. Leider hatte sich am Tag zuvor im Rahmen der Volksrennen ein tragischer Unfall mit Todesfolge ereignet, sodass nach Bekanntgabe dieses traurigen Ereignisses auf alle weiteren Rennen und Ehrungen verzichtet wurde, wofür alle Teilnehmenden in grosser Betroffenheit Verständnis hatten.

Nach zwischenzeitlich 65 Kilometern durften wir dann mit Spaghetti, Salat, Pommes-Frites und Pouletflügeli unseren Hunger stillen, worüber wir sehr froh waren. Denn unser Tag war noch nicht zu Ende.

Geplant gewesen wäre, mit den Tandems nach Brugg und ab da mit dem Zug nach Bern zurückzufahren. Doch die meisten von uns hatten Lust, noch einige Kilometer mehr auf den Sätteln zurückzulegen. So entschieden wir uns, der Aare entlang noch bis Olten zu fahren und erst dort den Zug zu nehmen. – Und diesmal half uns der Wind und fegte uns geradezu vorwärts!

Wir dürfen auf ein gelungenes Wochenende zurückschauen. Dank der guten Wartung und Pflege unserer Tandems konnten wir 240 Kilometer ohne irgendwelche Pannen zurücklegen. Nun bleibt mir noch, und das ist mir eine grosse Freude, euch allen ganz herzlich zu danken. Den Piloten, dass ihr für solche Events zu haben seid – und den sehbehinderten Co-Piloten, dass ihr mitgemacht und diese Superleistung gebracht habt. Und so haben wir unser letztjähriges Versprechen eingelöst. Wir waren wieder dabei und wir freuen uns bereits auf das Wochenende vom 13./14. Juni 2015, denn dann finden die Radsporttage Gippingen mit dem 3. Granfondo statt.